Ratgeber · Phase 2: Verkäufer
Die Verkäufernummer ist das Rückgrat jedes Kommissionsbasars: Sie verbindet jeden verkauften Artikel mit der Person, die am Ende das Geld bekommt. Dieser Leitfaden erklärt, wie die Vergabe funktioniert, was auf ein Etikett gehört und wie ein Code auf dem Etikett Kasse und Abrechnung entlastet.
Beim Kinderkleidermarkt liegen die Sachen aller Verkäufer gemischt an gemeinsamen Tischen. Die Kasse muss trotzdem wissen, wem jedes verkaufte Teil gehört. Dafür bekommt jeder Verkäufer eine Nummer, die auf jedem seiner Etiketten steht. Nach dem Markt wird je Nummer zusammengezählt, was verkauft wurde, und daraus die Auszahlung berechnet.
Die Nummer ersetzt den Namen auf dem Etikett. Das schützt die Verkäufer, weil Käufer nicht sehen, von wem ein Teil stammt, und es macht die Kasse schneller, weil eine dreistellige Zahl schneller getippt oder gescannt ist als ein Name.
Nummern vergeben sich selbst. Beim Freischalten einer Anmeldung bekommt der Verkäufer die nächste freie Nummer ab der Startnummer des Markts. Zusatznummern hängen am selben Konto.
Ein gutes Etikett ist in zwei Sekunden lesbar und übersteht das Anprobieren. So sieht ein Etikett aus Basarchef aus:

Verkäufer geben ihre Artikel online ein und drucken die Etiketten als PDF, zwanzig Stück je A4-Bogen. Nummer, Preis, Beschreibung und QR-Code stehen automatisch darauf. Der Veranstalter kann zusätzlich farbige Etiketten je Verkäufergruppe vorgeben, etwa für Ware, die nicht zurückgenommen wird.

Diese Regeln gehören auf die Marktseite und in die Bestätigungsmail, nicht erst an die Tür der Halle.
Etikettierpistole und Fäden. Eine einfache Etikettierpistole kostet wenige Euro und reicht für viele Märkte; dazu ein Paket Kunststofffäden in 25 bis 40 Millimetern. Etikettierpistolen bei Amazon · Kunststofffäden bei Amazon
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Bei der Annahme wird jeder Verkäufer mit seiner Artikelliste abgeglichen. Fehlt ein Etikett oder ist es unleserlich, muss das Teil sofort aussortiert werden, weil es an der Kasse sonst niemandem zugeordnet werden kann. Eine ausgedruckte Liste je Verkäufer, sortiert nach Artikelnummer, macht den Abgleich in zwei Minuten möglich. Basarchef erzeugt diese Listen und die Korbschilder für die Rücksortierung als PDF.
Tipp: Ein Mustertisch am Eingang der Annahme mit einem korrekt und einem falsch etikettierten Teil erklärt mehr als jede Mail.
Handgeschriebene Etiketten funktionieren bis etwa 30 Verkäufer. Die Kassiererin tippt Nummer und Preis ein oder schreibt sie auf eine Liste, die abends zusammengezählt wird. Ab 1.000 Artikeln wird das zur Fehlerquelle: Vertauschte Ziffern, unleserliche Preise und die Auszählung bis Mitternacht sind der Normalfall.
Mit einem Code scannt die Kasse jeden Artikel, ordnet ihn der Verkäufernummer zu, druckt einen Beleg und rechnet am Ende automatisch je Verkäufer ab. Der Aufwand verlagert sich nach vorn zu den Verkäufern, die ihre Artikel online eingeben. Genau das ist gewollt: 150 Personen geben je 40 Artikel ein, statt dass fünf Helfer 6.000 Zeilen abtippen. Wie die Kasse und die Abrechnung damit arbeiten, zeigt der Leitfaden zur Abrechnung.

Üblich sind 40 bis 60 Artikel je Verkäufernummer. Das Limit richtet sich nach der Tischfläche der Halle und der Zeit, die für die Rücksortierung bleibt.
Ja, wenn der Veranstalter es zulässt. Besser als ein zweites Konto ist eine Zusatznummer am bestehenden Konto, damit Auszahlung und Kommunikation an eine Person gehen.
Festes weißes Papier ab 120 Gramm. Normales Kopierpapier mit 80 Gramm reißt beim Anprobieren und macht die Ware unzuordenbar.
Sie können an der Kasse niemandem zugeordnet werden. Die meisten Veranstalter sortieren sie bei der Annahme aus oder legen sie in eine Fundkiste, deren Erlös als Spende beim Verein bleibt.