Kinderkleidermarkt organisieren: Checkliste und Zeitplan
Ein Kinderkleidermarkt ist eine der einfachsten Möglichkeiten, für einen Verein, eine Kita oder eine Schule Geld einzunehmen und gleichzeitig Familien etwas Gutes zu tun. Der Aufwand ist überschaubar, wenn die Reihenfolge stimmt. Diese Anleitung führt durch die zehn Wochen vor dem Markt bis zur Auszahlung danach.
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Wie ein Kommissionsbasar funktioniert
Beim klassischen Kinderkleidermarkt geben Verkäufer ihre Sachen vorher ab, die Ware wird nach Größe und Art sortiert an gemeinsamen Tischen angeboten, und eine zentrale Kasse verkauft alles. Nach dem Markt bekommt jeder Verkäufer sein Geld abzüglich einer Provision, die beim Veranstalter bleibt. Der Vorteil gegenüber dem Flohmarkt mit eigenen Ständen: Die Verkäufer müssen nicht anwesend sein, die Halle wirkt wie ein Geschäft, und der Verein verdient an jedem verkauften Teil.
Dafür braucht der Veranstalter drei Dinge zuverlässig: eine eindeutige Verkäufernummer je Person, ein Etikett je Artikel mit Nummer und Preis, und eine Kasse, die jeden Verkauf der richtigen Nummer zuordnet. Alles andere ist Logistik.
Zeitplan: zehn Wochen bis zum Markt
10 Wochen vorher: Termin, Halle, Kernteam
Termin festlegen. Bewährt sind Samstage im Frühjahr (März, April) und Herbst (September, Oktober), wenn Familien die Garderobe wechseln. Nachbarorte und Ferien prüfen, damit sich Märkte nicht überschneiden.
Halle reservieren, inklusive Freitagnachmittag für Annahme und Aufbau und Samstagabend für Rücksortierung. Turnhallen, Festhallen und Gemeindesäle eignen sich; wichtig sind viele Tische und ein separater Kassenbereich.
Ein Kernteam von drei bis fünf Personen bilden: Leitung, Kasse, Warenannahme, Helferkoordination.
Rahmen festlegen: Provision (üblich sind 15 bis 20 Prozent), Teilnahmegebühr je Verkäufernummer (oft 2 bis 5 Euro), maximale Artikelzahl je Nummer (meist 40 bis 60), maximale Verkäuferzahl nach Hallengröße.
8 Wochen vorher: Anmeldung öffnen
Markt anlegen: Datum, Ort, Anmeldeschluss, Gebühren, Provision, Artikel- und Verkäuferlimit. Die öffentliche Marktseite mit allen Infos entsteht daraus und lässt sich per Link oder QR-Code verteilen.
Entscheiden, ob Anmeldungen automatisch oder von Hand freigeschaltet werden. Automatisch ist bequem, manuell erlaubt es, Stammverkäufer und Helfer zu bevorzugen.
Ankündigen: Kita- und Schul-Verteiler, Gemeindeblatt, Facebook-Gruppen, Aushänge beim Kinderarzt und im Supermarkt. Der Link zur Marktseite gehört in jede Ankündigung.
Warteliste aktivieren. Ist die Verkäuferzahl erreicht, rücken Nachrücker automatisch nach, sobald jemand abspringt.
Markt anlegen in Basarchef: sechs Schritte von Name und Marktart bis zu Gebühren und Helfern. Danach steht die öffentliche Marktseite.
4 Wochen vorher: Helfer und Material
Schichten anlegen: Annahme, Aufbau, Sortieren, Kasse, Aufsicht, Rücksortieren, Abbau. Mit Uhrzeit und benötigter Personenzahl, damit sich Helfer gezielt eintragen. Mehr dazu im Leitfaden zu Helfern und Schichten.
Helfer belohnen: reduzierte Provision oder Gebühr für Verkäufer, die eine Schicht übernehmen. Das füllt die Schichten von selbst.
Material besorgen: Kleiderständer und Bügel, Tischdecken, Größenschilder, Wäschekörbe für die Rückgabe, Kassenwechselgeld, ein Scanner je Kasse, Kartenlesegerät.
1 Woche vorher: Anmeldeschluss und Etiketten
Anmeldeschluss für die Artikeleingabe setzen, typischerweise zwei bis drei Tage vor der Annahme. Danach können Verkäufer nichts mehr ändern, und die Listen für die Annahme sind vollständig.
Verkäufer erinnern, die noch keine Artikel eingegeben haben. Erfahrungsgemäß sind das ein Viertel der Nummern bis kurz vor Schluss.
Verkäufer drucken ihre Etiketten selbst als PDF auf festem Papier und befestigen sie an der Ware. Was auf ein Etikett gehört, steht im Leitfaden zu Verkäufernummern und Etiketten.
So macht es Basarchef
Erinnerung auf Knopfdruck. Die Markt-Übersicht zeigt, wie viele Verkäufer noch unter fünf Artikeln liegen, und schickt ihnen mit einem Klick eine Erinnerung.
Der Tag davor: Warenannahme und Einsortieren
Annahme in Zeitfenstern, damit keine Schlange entsteht. Je Verkäufer: Etiketten stichprobenartig prüfen, Artikelzahl gegen die Liste abgleichen, Ware in die Halle.
Einsortieren nach Größe, dann nach Art (Hosen, Oberteile, Jacken, Schuhe, Spielzeug). Klare Beschilderung an jedem Tisch spart am Markttag viele Fragen.
Einlass gestaffelt, Kassen ab der ersten Minute voll besetzt. Der Ansturm ist in der ersten Stunde am größten.
Aufsicht an den Tischen hält Ordnung und hilft beim Finden. Eine Person kümmert sich nur um Tauschfragen und Reklamationen.
Nach Marktende: Rücksortieren nach Verkäufernummer in Körbe, Abholung in Zeitfenstern, Abgleich unverkaufter Artikel mit der Liste.
Danach: Auszahlung und Abrechnung
Auszahlung je Verkäufer: Verkaufserlös minus Provision minus Teilnahmegebühr. Bar am Abend oder per Überweisung in den Tagen danach. Wie das sauber läuft, beschreibt der Leitfaden zur Abrechnung.
Kassenabschluss, Abrechnung des Vereins, Dank an die Helfer. Und gleich den nächsten Termin festhalten, solange alle motiviert sind.
Typische Fehler, die sich vermeiden lassen
Zu viele Artikel je Nummer. Bei 60 und mehr Artikeln je Verkäufer wird die Halle unübersichtlich und die Rücksortierung dauert Stunden. 40 bis 50 sind für die meisten Hallen das Maximum.
Etiketten auf dünnem Papier. Sie reißen beim Anprobieren ab, und die Ware ist nicht mehr zuzuordnen. Festes Papier ab 120 Gramm und eine Etikettierpistole oder Sicherheitsnadel helfen; die Vorgabe macht der Veranstalter.
Handschriftliche Kassenlisten. Bei 3.000 verkauften Teilen sind Fehler unvermeidbar, und die Abrechnung wird zur Nachtschicht. Ein Code je Artikel und eine digitale Kasse rechnen automatisch je Nummer ab.
Keine Zeitfenster bei Annahme und Abholung. Ohne Slots stehen alle gleichzeitig vor der Tür.
Was Basarchef davon übernimmt
Anmeldung mit Verkäufernummern, Warteliste, Artikeleingabe durch die Verkäufer, Etiketten mit QR-Code als PDF, Helferschichten mit öffentlicher Anmeldung, die digitale Kasse mit Scanner und Kartenzahlung, die Abrechnung je Verkäufer und die Auszahlungslisten. Die Nutzung kostet 0,50 Euro je aktivem Verkäufer und 0,5 Prozent vom Umsatz, abgerechnet erst nach dem Markt. Details unter Preise.
Das Dashboard des Veranstalters: Märkte, Artikel und Teilnehmer auf einen Blick, daneben Profil, Artikelverwaltung und das persönliche Lager.
Häufige Fragen
Wie viel Provision ist beim Kinderkleidermarkt üblich?
Die meisten Vereine und Kitas behalten 15 bis 20 Prozent des Verkaufserlöses ein, dazu kommt oft eine Teilnahmegebühr von 2 bis 5 Euro je Verkäufernummer. Helfer bekommen häufig einen reduzierten Satz.
Wie viele Verkäufer passen in eine Turnhalle?
Als Faustregel reichen 100 bis 150 Verkäufernummern mit je 40 Artikeln für eine normale Sporthalle mit rund 40 Tischen. Entscheidend ist die Tischfläche, nicht die Hallengröße.
Wann sollte die Anmeldung öffnen?
Sechs bis acht Wochen vor dem Markt. Stammverkäufer melden sich in den ersten Tagen an, der Rest kommt nach der zweiten Ankündigungswelle rund vier Wochen vorher.
Brauche ich eine Software für den Kinderkleidermarkt?
Bis etwa 30 Verkäufer geht es mit Listen und handgeschriebenen Etiketten. Darüber lohnt sich eine Lösung mit Codes auf den Etiketten und digitaler Kasse, weil die Abrechnung je Verkäufer sonst Stunden dauert und fehleranfällig ist.
Basarchef auch als App. Verkäufer geben Artikel am Handy ein, Veranstalter behalten Anmeldungen und Schichten unterwegs im Blick. Für iPhone im App Store, Android folgt in Kürze.